• Alex

Endlich: Der potentielle Notebook-Killer - iPad Pro 10,5" (2017)



Mich erreichen häufiger Geräte oder auch „Gadgets" die zwar nicht in ein Video umgewandelt werden können aber viel zu interessant sind sie nicht mit euch zu teilen bzw. eure Neugierde nicht zu befriedigen. Deswegen erscheinen in meinem Blog für euch ab sofort ausgewählte Gadgets in Text- und (Bewegt)Bild-Form. Es lohnt sich also öfters vorbeizuschauen. ;)

Das neue iPad mit 10,5 Zoll bekam ich von Apple zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.Ohne Entgelt und ohne inhaltliche Vorgaben.

Es ist zugegeben so ein Kandidat, bei dem man sich fragt: Warum nicht gleich so? Habe ich noch über vergangene iPads und Tablets anderer Hersteller geschimpft und am Ende gedacht „wozu braucht man eigentlich ein Tablet? Die können zwar mehr als ein Telefon, aber weniger, als ein Laptop?!“ doch inzwischen wird mir klar wohin die Reise gehen soll und wird. Das daran das iPad selbst aber nur etwa zur Hälfte „schuld“ ist erzähle ich euch gleich.

Das alte neue oder das neue alte iPad?


Angefangen mit der ersten Hälfte: Das iPad. Ausgepackt und angefasst ist das neue iPad nicht neu sondern altbekannt. Haptik, Formfaktor und Ergonomie: Alles wie gewohnt hochwertig und praktisch. Doch: Statt 9,7 Zoll finden wir im bekannten Gehäuse nun ein 10,5 Display. Klingt auf Papier nicht viel, macht aber in der Realität richtig etwas aus. Die seitlichen geschmälerten Rahmen sind nicht nur netter anzusehen, sondern tragen auch zu einer wesentlich besseren Immersion bei. Für den ganz normalen Menschen da draußen hat ein iPad alles, was man sonst nicht mal mit einem klapperigen Durchschnittsnotebook (in der selben Preiskategorie) machen könnte: Den kompletten App Store, im Vergleich großes und professionelles Display (Hell, Farbecht usw.), aktuelle Wireless-Technologien, lange Akkulaufzeiten, Anschlussmöglichkeiten für USB Zubehör, Kameras, Mikrofone usw., Tastatur (einzeln oder in einem Cover) und Touchscreen mit Stifteingabemöglichkeit. Neben Texten, Surfen und Zocken lassen sich selbst einfache bis fortgeschrittene Videos sich mit dem Ding schneiden. Dazu aber gleich mehr.

Die neuen, möglichen 120 Hz des Displays sind beeindruckend. Heiliger Bimbam, bisher gab es kein mobiles Gerät, dass SO (!) flüssig Inhalte darstellen konnte. Ich kann es euch leider nicht via Kamera zeigen, das müsst ihr aus physikalischen und optischen Gründen mit eigenen Augen sehen, aber stellt es euch wie den Umstieg von Benziner- auf Elektroauto vor. Man ist am Anfang skeptisch, aber sobald man selbst drin sitzt, handangelegt und das neue Fahrgefühl ausprobiert hat, findet man alles alte plötzlich so ungemütlich, langweilig und das Neue ganz normal und völlig logisch. Denn an gute Dinge, gewöhnt man sich bekanntlich schnell.


Um Akku zu sparen werden die 120 Hz jedoch nur „aktiviert“, sobald ein Finger das Display berührt (in Menüs) oder es via App/Game vorsätzlich aktiviert wurde. Bei Videos bzw. Bewegtbild passt sich das Display der optimalen/passenden Bildfrequenz an (egal ob NTSC oder PAL). Apple sagt zwar, dass das 120 Herz Erlebnis mit dem Apple Pencil am Deutlichsten rüberkommt, ich finde hingehen, dass das Erlebnis in jeglicher Hinsicht rüberkommt. Selbst ganz banale Dinge wie surfen werden zu einem neuen Erlebnis. Absolut NICHTS schliert und man kann so sogar flott durch seine recherchierten Texte scrollen und angestrengte Augen vermeiden.

Performance

Für Apple-Verhältnisse ist die Performance mit dem A10X Prozessor (inkl. M10 Co CPU) schon fast over the top. Warum? Weil es - im Gegensatz zu Windows und Android - ein akribisch angepasstes und geschlossenes System mit ausgesuchter Hardware ist. Klar, dass die Kollegen sagen können, dass die Leistung die von Desktop Rechnern übertrifft. Im Vergleich stimmt das ja auch. Grafik und Videobearbeitung geht SO schnell und smooth nicht auf einem Notebook oder Desktop Rechner. Aber wir wissen ja auch warum. Dennoch: Für ein mobiles Device ist das wahr gewordener Luxus.


Die zweite Hälfte - die dafür verantwortlich ist, dass ein Tablet bzw. ein iPad inzwischen mehr als nur eine „Daseinsberechtigung“ hat - ist: iOS. Jetzt sogar auch mit Taskleiste äh ich meine Dock. Ich muss jedoch dazu sagen, wenn wir hier von iOS sprechen, dann von iOS 11. Das aktuell noch offizielle iOS 10 (Stand Juni 2017) wird dem neuen iPad nicht gerecht. Denn es ist so:

Durch iOS 11 sind Funktionen hinzugekommen, die selbst überzeugte Notebook Verfechter ins Schwitzen bringen werden. Selbst Bildschirmaufnahmen gehen ab sofort so einfach und qualitativ gut, wie ich es sonst (auch bei Android oder Windows) nicht kannte. Offiziell ist es zwar erst im Spätsommer/Herbst soweit, ich empfehle aber dringend euch für die Beta anzumelden (und diese auch zu nutzen): http://beta.apple.com - ihr werdet den Spaß nicht bereuen.

iOS wird erwachsen

Größter Punkt ist hierbei das Dateisystem. Wobei: Nennen wir es einfach mal Dateisystem. Es ist kein altbekannter „Browser“ bzw. „Finder“ bzw. „Explorer“ sondern eine Sammelstelle in Form einer App names „Files“, die Zugriff auf eine Art Dateisystem auf dem iPad erlaubt. Hier könnt ihr, wie ihr das schon von iCloud Drive und co kennt, Dateien sortieren, kategorisieren und diverse weitere Cloud Anbieter hinzufügen, wie Dropbox und co. Bin gespannt, wie aufgeschmissen man sein wird, wenn es mal Probleme mit Internet, dem eigenen Speicher(plan) oder der Cloud gibt. Alles schon sehr „Online-Abhängig“.

Zum neuen Dateisystem gehört auch das rundum erneuerte Drag and Drop. Man kann jetzt so Drag und Droppen, wie man es schon immer wollte. Bild von einer Homepage in eine Mail ziehen? Check! Mehrere Dateien mit dem Finger markieren und irgendwo anders hinziehen? Checken! Was man sonst nur am Desktop machen konnte, geht jetzt auch unterwegs mit dem Finger überall und appübergreifend.


Und dann noch Dinge wie: Zwei Browsertabs nebeneinander laufen zu haben, auf der einen Seite einen Twitch Stream schauen und aktiv am Chat beteiligen und auf der anderen Seite das im Stream gespielte Browser Spiel mitspielen und Cross-Over interagieren. Oder auf der einen Seite eine Serie schauen und auf der anderen Seite via Twitter in Echtzeit über Emotionen diskutieren.


Oder während man seine Uni-Präsentation noch hastig in einer Mail an die Freundin zusammenklickt, einfach Texte oder Bilder vom Browser links ins Dokument recht reinschieben, per Stift kurz Anmerkungen hinzufügen, fertig. Multitasking, Splitscreen und Cross-Over Nutzung der Inhalt wurde hier perfektioniert. Und ja: ich habe im Android und Windows Segment gesucht und gesucht jedoch keine ansatzweise so smarte Umsetzung für unterwegs gefunden.


Multimedia / Kamera(s) / Sonstiges

Bis zu 512 GB sind nun intern möglich, die überaus praktische Apple SIM ist weiterhin verbaut und für alle die es noch mal schwarz auf weiß brauchen: Sollten euch 10,5 zu klein sein, könnt ihr auch zum größeren Modell mit 12,9 Zoll greifen. Das wurde auch komplett aktualisiert und ist dem kleinen iPad Pro gleichauf. MiMo WiFi, LTE Advanced und BT 4.2 sind auch wieder an board.

Da die iOS 11 Beta aktuell installiert ist, kann ich zur Akkulaufzeit keine praktischen Werte mitgeben (leer innerhalb weniger Stunden trotz herumliegen bzw. nur wenig machen). Sobald ich mehr Infos bzw. Erfahrungswerte dazu habe (mit finaler Version oder einem iOS 10 Exemplar), werde ich den Artikel entsprechend aktualisieren.


Oh und: Kameras. Entschuldigt bitte, aber sonst bei einem Tablet nicht erwähnenswert. Doch beim iPad Pro 10,5" habt ihr nun die Kameras aktueller Smartphones mit an Board, genauer gesagt: Die iPhone 7 Kamera(s). Wer dazu mehr wissen will, schaut sich einfach mein Video über das iPhone 7 (Plus) an. Oder als Kurzfassung: qualitativ ungewöhnlich gut (für ein Tablet). Dennoch ist die Umsetzung weiterhin sperrig. Schließlich schießt ihr Fotos/Videos mit einem Gerät, so groß wie zwei Köpfe eures Vordermannes. Auf Konzerten oder in Touristenecken sicher nicht gerade das Gelbe vom Ei. Obendrauf: "Aus-Der-Hand-Klau oder -Fall" Gefahr ist hier besonders groß.

Fazit

Diejenigen, die spezielle Anforderungen oder Aufgaben zu erledigen haben, die nur mit Windows bzw. macOS funktionieren, brauchen hier nicht weiter abzuwägen. Doch für alle anderen, die einen zuverlässigen und ausdauernden Begleiter für all die banalen Dinge in ihrem Leben suchen, die dadurch wieder gänzlich anders und besonders werden oder einfach nur darüber nachdenken sich ein Notebook anzuschaffen, ja für all die ist das iPad Pro 10,5 Zoll ein absoluter No-Brainer!


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